The last Jug.  Der letzte Henkel. Was hat dieser Name eigentlich zu bedeuten?

Wer in der Fränkischen Schweiz klettert (oder in irgendeinem anderen Klettergebiet dieser Welt- ich kenn aber fast nur das Frankenjura), klettert meistens dem sehnsüchtig erwarteten letzten Henkel entgegen. Dem „Abschlusshenkel“, den man bequem nutzen kann, um den Umlenker einzuhängen. Wie es zu diesem Namen kam, hängt sehr stark mit meinem bisher schönsten Klettererlebnis zusammen. Die Geschichte dazu, werde ich jedoch in einem Blogbeitrag ausführlich erzählen. Hier soll’s ja erst mal darum gehen, wer ich eigentlich bin.

Einige werden mich schon von Instagram kennen.

Ich heiße Lena, werde offiziell jedes Jahr 23 Jahre alt (das geht!!) und eigentlich bin ich Assistenzärztin in der Neurochirurgie, aktuell im dritten Jahr.

Letztes Jahr habe ich jedoch beschlossen, mein komplettes Leben auf den Kopf zu stellen und mich der Kletterei zu widmen. Wie es dazu kam, warum ich gekündigt habe, aber nun doch gelegentlich in der Neurochirurgie arbeite, was meine Ziele sind, wie mein Leben jetzt so läuft und was die Höhen und Tiefen dieses Lebenswandels sind, soll Thema des Blogs sein. Seit Ende letzten Jahres betreibe ich auch einen Blog auf Instagram unter @the_last_jug oder einfach Lena Böhm. Alle aktuelleren Entwicklungen könnt ihr gerne dort verfolgen.

Ich wohne in Erlangen und bin damit in der Fränkischen Schweiz zuhause. Ich bin hier schon aufgewachsen, hatte aber mit Klettern eigentlich eher weniger zu tun. Als mein Bruder und ich noch klein waren, waren wir bei „Rudi Borschert“ im Kletterkurs. Er war und ist unter anderem bekannt für seine Routen am Student. Zum Beispiel für „Hart Neun“, wobei es sich jedoch nicht um eine Route im 9. Schwierigkeitsgrad handelt, sondern um eine 10-/10 (natürlich…) .

Jedenfalls wollte mein Bruder damals in den Kletterkurs gehen und ich als kleine Schwester wollte immer alles machen, was mein Bruder macht. Jedoch stellte sich heraus, dass Klettern mir irgendwie unlogisch vorkam. Das war ja hoch und da konnte man sterben. Und wer sollte sich dann um die ganzen Pferde kümmern?

Meine wahre Leidenschaft waren damals nämlich Pferde. Wie wohl bei den meisten Mädchen… Also eben kein Klettern, sondern Nörgelei meinerseits, wenn mein Bruder zum Klettern wollte, ich aber lieber auf den Ponyhof.

Zum Medizinstudium zog es mich dann in die große weite Welt, nämlich nach Regensburg. Sport fand ich eigentlich immer furchtbar. Aber unter Medizinstudenten war dieses „Sport treiben“ irgendwie sehr verbreitet, also lies ich mich überreden, es auch mal zu versuchen. Als am wenigsten „nutzlos“, empfand ich das Klettern. Ein Kommilitone nahm mich also mal mit in die Kletterhalle der Sportuni. Dort konnte man im Toprope an etwa 5 Meter hohen Wänden klettern. Die Schuhe waren zu eng, die Griffe waren rutschig und die „Höhe“ fand ich blöd.

Irgendwie kam ich dann durch Zufall bei einem Heimatbesuch mal ins Café Kraft in Nürnberg. Dort fand ich innerhalb kürzester Zeit einige Boulderpartner und so verabredete man sich gelegentlich zum Bouldern und vor allem zum Radler danach. Ohne Werbung für’s Café Kraft machen zu wollen: Dieser Boulderhalle verdanke ich so ziemlich alles, was mit dem Klettern zu tun hat. Warum das so ist, werde ich ebenfalls in meinem Blog erzählen. Auch wie ich letztendlich an den Fels gefunden habe, was meine Ziele sind, wie ich versuche diese Ziele zu erreichen, was Klettern für mich bedeutet… All das werde ich nach und nach erzählen.

Ich hoffe sehr, dass Ihr Spaß am Lesen habt.

Natürliche freue ich mich über (nette) Nachrichten über Instagram oder als E-Mail, oder auch als Kommentar.

Bis dahin, Venga und auf geht’s! und so 🙂

Lena